Leistungen · Stand 2026

Krankentagegeld

Von Goran Ovčar, Versicherungsfachmann (BWV) · zuletzt geprüft: Juli 2026

Kurz erklärt: Fällst du länger aus, läuft das Einkommen nicht weiter: Angestellte bekommen sechs Wochen Lohnfortzahlung, Selbstständige ab dem ersten Tag nichts. Das Krankentagegeld ersetzt den Verdienst ab einer vereinbarten Karenzzeit und wird steuerfrei ausgezahlt.

Was, wenn du monatelang ausfällst?

Miete, Kredit, Mitarbeiter – alles läuft weiter. Nur das Einkommen nicht. Hier trennt sich angestellt von selbstständig. Angestellte 6 Wochen volle Lohnfortzahlung vom Arbeitgeber – danach springt (in der GKV) das Krankengeld ein. Selbstständige 0 € ab Tag 1 keine Lohnfortzahlung, kein automatisches Krankengeld.

Ohne Vorsorge fällt das Einkommen sofort komplett weg.

So funktioniert Krankentagegeld

Einkommensersatz – Tag für Tag.

Ab vereinbartem Tag Du wählst die Karenzzeit – z. B. ab dem 15., 22. oder 43. Tag. Je später, desto günstiger der Beitrag. Höhe am Netto Das Tagegeld orientiert sich am Nettoeinkommen und darf es nicht übersteigen. Steuerfrei Die Auszahlung ist steuerfrei – und läuft, solange die Arbeitsunfähigkeit ärztlich bescheinigt ist.

Für Angestellte

In der PKV gibt es kein Krankengeld – außer du vereinbarst es.

Nach 6 Wochen Lohnfortzahlung entsteht die Lücke. In der GKV springt das Krankengeld ein – privat Versicherte schließen sie mit Krankentagegeld ab dem frei gewählten Tag, meist nach der 6-wöchigen Lohnfortzahlung. GKV-Krankengeld 70 % vom Brutto max.

90 % vom Netto · ab der 7. Woche · bis zu 78 Wochen. PKV-Krankentagegeld frei wählbar frei vereinbart, am Nettoeinkommen orientiert – schließt exakt die Lücke nach der Lohnfortzahlung.

Für Selbstständige · Rechenbeispiel

Kein Arbeitgeber, der zahlt. Also du.

150 € Tagegeld pro Tag ab Tag 22 ≈ 4.500 € pro Monat – steuerfrei, ab dem 22. Tag der Arbeitsunfähigkeit. Exemplarisch. Tagegeldhöhe und Karenzzeit werden individuell auf dein Nettoeinkommen abgestimmt – es darf nicht überschritten werden.

Worauf es ankommt

Die Karenzzeit ist deine Stellschraube.

Je länger du den Beginn hinausschiebst, desto günstiger der Beitrag – aber nur so weit, wie deine Rücklagen die erste Zeit überbrücken. Setze das Tagegeld so an, dass es dein echtes Netto ersetzt, und passe es bei steigendem Einkommen an.

Profi-Tipp: Wähle die Karenzzeit nach deinen Rücklagen: Wer 4–8 Wochen selbst überbrücken kann, spart spürbar Beitrag – und sichert trotzdem den langen Ausfall ab, der wirklich gefährlich ist.

Dein nächster Schritt

Wie lange hält dein Polster wirklich?

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Unverbindliche Information, keine Rechts- oder Steuerberatung. € TAGEGELD

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