Zum Studienstart triffst du eine Versicherungsentscheidung, die dich durch das ganze Studium begleitet. Hier erfährst du, wann die PKV die richtige Wahl ist, und wann du besser zweimal hinschaust.
Von Goran Ovčar, Versicherungsfachmann (BWV) · zuletzt geprüft: Juli 2026
Mit der Einschreibung wirst du grundsätzlich versicherungspflichtig in der studentischen Krankenversicherung der GKV. Innerhalb der ersten 3 Monate kannst du dich davon befreien lassen, und dich stattdessen privat versichern. Dieses Fenster öffnet sich genau einmal: Wer es verpasst, bleibt für das Studium in der GKV. Und wer die Befreiung nutzt, bleibt für das Studium in der PKV. Beides ist bindend, in beide Richtungen.
Am relevantesten ist die Befreiung für Kinder privat versicherter Eltern: Wer als Beamtenkind mit Beihilfe oder in einer PKV-Familie aufgewachsen ist, kann seinen gewohnten Schutz nahtlos fortführen, oft zu sehr überschaubaren Beiträgen. Auch für ältere Studierende, für die die günstige studentische GKV-Versicherung altersbedingt nicht mehr greift, kann die PKV die wirtschaftlichere Lösung sein. Die Studententarife der privaten Versicherer sind dabei bewusst schlank kalkuliert, junger Jahrgang, guter Gesundheitszustand, günstiger Einstieg.
Die Befreiung klingt nach Freiheit, ist aber vor allem eine Festlegung. Deshalb drei Dinge, die du vor der Entscheidung wissen solltest:
Die Studenten-PKV ist kein Lebensvertrag, aber sie kann einer werden. Startest du nach dem Abschluss mit einem Gehalt über der JAEG oder als Selbstständiger, führst du deinen Vertrag meist einfach fort und nimmst gesammelte Alterungsrückstellungen mit. Landest du in einem Job unter der Grenze, wirst du wieder GKV-pflichtig. Beides ist okay, wichtig ist nur, dass du die Weichenstellung zu Studienbeginn mit diesem Blick nach vorn triffst.
Bist du Kind privat versicherter Eltern, kläre vor der Befreiung, ob und wie lange sich deine Eltern (bzw. die Beihilfe) am Beitrag beteiligen, und lass dir den Studententarif mit Blick auf die Zeit nach dem Studium erklären. Ein günstiger Einstieg ist gut, ein sauberer Übergang danach ist besser.
Vergleiche beide Wege in Ruhe, oder lass deine Situation kostenlos einordnen.
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