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Wissen

Sitzwache bei Demenz

Demenz gehört zu den häufigsten Gründen, aus denen eine Station eine Sitzwache anfordert. Der Grund ist selten der Pflegebedarf, sondern die Frage, wer im Zimmer bleibt.

Warum eine Sitzwache und nicht mehr Pflege

Menschen mit Demenz brauchen im Krankenhaus oft keine zusätzliche pflegerische Leistung, sondern durchgehende Anwesenheit. Ein fremdes Zimmer, unbekannte Geräusche und ein unterbrochener Tagesrhythmus verunsichern. Genau diese Anwesenheit kann das Stammteam im laufenden Betrieb nicht leisten, weil es zwischen mehreren Zimmern pendelt.

Eine Sitzwache füllt genau diese Lücke: Sie bleibt da, hält Sichtkontakt, spricht mit der Patientin oder dem Patienten und alarmiert das Pflegepersonal, sobald etwas auffällt. Sie ersetzt keine Pflegekraft, sie entlastet sie.

Ältere Frau im Sessel am Fenster, eine jüngere Frau kniet daneben und hält ihre Hand
Bei Demenz zählt weniger Fachwissen als Ruhe und Verlässlichkeit. Da sein, ansprechbar bleiben, im Notfall alarmieren. Mit KI erstellt

Worauf es im Dienst ankommt

Bei Demenz zählt weniger Fachwissen als Ruhe und Verlässlichkeit. Zu den Aufgaben gehört das, was auch sonst im Sitzwachen-Dienst gilt:

  • Sichtkontakt halten, auch wenn die Person schläft
  • Kommunizieren und gegebenenfalls beruhigen
  • Beim Umdrehen im Bett und beim Aufstehen helfen
  • Im Zimmer oder am Gang mitgehen, auch zur Toilette
  • Etwas zu trinken oder zu essen reichen, wenn es möglich ist
  • Im Notfall sofort das Pflegepersonal alarmieren

Was ausdrücklich nicht dazugehört, steht ebenso klar fest: keine Medikamente, keine Infusionen, keine pflegerischen Handlungen, keine technischen Geräte. Die vollständige Abgrenzung.

Was die Station bei der Buchung angeben sollte

Im Hinweisfeld der Buchung gehört alles hinein, was der Sitzwache hilft, gut vorbereitet in den Dienst zu gehen. Bei Demenz sind das zum Beispiel Hinweise zur Orientierung, zu Tag-Nacht-Rhythmus, zu bekannten Auslösern von Unruhe oder zu einer Infektion wie COVID oder MRSA. Der Name der Patientin oder des Patienten gehört aus Datenschutzgründen nicht hinein, dafür gibt es die Fallnummer.

Wann welche Kraft die richtige ist

Wenn der Bedarf über Beobachtung hinausgeht und tatsächlich pflegerische Handlungen nötig sind, ist eine Pflegeassistenz oder eine DGKP die passende Wahl. Der Vergleich der Betreuungsformen stellt die Unterschiede gegenüber.

Ein Dienst ist offen. Machen wir ihn zu.

Für Einrichtungen, die verlässlich besetzen wollen. Für Menschen, die flexibel arbeiten wollen.

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